sternflut

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: 4. April 2026

§ 1 Geltungsbereich und Vertragsgegenstand

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen

Timo Brenner
Sternflut (Einzelunternehmer)
c/o POSTFLEX PFX-046-301
Emsdettener Straße 10
48268 Greven, Deutschland
E-Mail: info@sternflut.de

(nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden (nachfolgend „Kunde") über die Nutzung der unter https://sternflut.de bereitgestellten Software-as-a-Service-Plattform „Sternflut" (nachfolgend „Dienst" oder „Plattform").

(2) Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, dass er den Dienst ausschließlich im Rahmen seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit nutzt. Verbraucher im Sinne von § 13 BGB sind von der Nutzung ausgeschlossen.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

(4) Der Dienst umfasst insbesondere:

  • den Versand von Bewertungsanfragen per E-Mail, SMS und WhatsApp,
  • die Aggregation und Darstellung von Bewertungen aus Drittplattformen (u. a. Google, Facebook, Trustpilot, Instagram),
  • die Verwaltung eingehender Nachrichten (Posteingang),
  • die Erstellung von Analysen und Stimmungsauswertungen,
  • ein einbettbares Bewertungs-Widget für die Website des Kunden.

(5) Sternflut ist ein Werkzeug zur Unterstützung des Bewertungsmanagements. Der Anbieter übernimmt keine Garantie für eine bestimmte Anzahl, Qualität oder Bewertungsnote der eingeholten Bewertungen. Der Anbieter ist kein Marketingdienstleister.

§ 2 Vertragsschluss

(1) Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Kunden auf der Plattform und die Bestätigung der Registrierung per E-Mail (Double-Opt-In) zustande.

(2) Mit der Registrierung akzeptiert der Kunde diese AGB sowie den Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), der unter sternflut.de/av-vertrag einsehbar ist.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Registrierung ohne Angabe von Gründen abzulehnen.

§ 3 Leistungsbeschreibung und Verfügbarkeit

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Plattform als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet zur Verfügung. Der Leistungsumfang richtet sich nach dem vom Kunden gewählten Tarif (Plan) in der jeweils aktuellen Beschreibung auf der Website des Anbieters.

(2) Der Anbieter ist bestrebt, eine Verfügbarkeit der Plattform von 99,5 % im Jahresmittel zu gewährleisten. Hiervon ausgenommen sind: geplante Wartungsarbeiten, Störungen durch höhere Gewalt oder Drittanbieter (insbesondere Google, Twilio, Meta, Stripe, Resend, Supabase) sowie Störungen, die durch den Kunden verursacht werden.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang der Plattform weiterzuentwickeln und anzupassen, soweit dies für den Kunden zumutbar ist und die Kernfunktionalität des Dienstes nicht wesentlich eingeschränkt wird.

(4) Die Plattform ist zur Nutzung über gängige Webbrowser vorgesehen. Der Anbieter schuldet keine bestimmte Darstellung auf bestimmten Endgeräten, Browsern oder Betriebssystemen.

(5) Der Anbieter ist auf die Verfügbarkeit und ordnungsgemäße Funktion von Drittanbieterdiensten angewiesen. Änderungen, Einschränkungen oder der Wegfall von Drittanbieterdiensten können dazu führen, dass einzelne Funktionen vorübergehend oder dauerhaft nicht verfügbar sind. Ein Anspruch des Kunden auf eine bestimmte Drittanbieter-Integration besteht nicht.

(6) Die Plattform setzt Künstliche Intelligenz (KI) für Antwortvorschläge und Stimmungsanalysen ein (Verordnung (EU) 2024/1689, Art. 50). KI-generierte Inhalte werden in der Benutzeroberfläche als solche gekennzeichnet. KI-Antwortvorschläge sind unverbindliche Vorschläge, die möglicherweise nicht vollständig oder zutreffend sind. Der Kunde muss alle KI-generierten Inhalte vor dem Versand prüfen, anpassen und verantwortet deren Angemessenheit. Stimmungsauswertungen sind algorithmische Einschätzungen und können von der tatsächlichen Kundenstimmung abweichen.

(7) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die tatsächliche Zustellung von E-Mails, SMS- oder WhatsApp-Nachrichten an den Empfänger. Die Zustellung hängt von Drittanbietern sowie von Faktoren ab, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (z. B. Spamfilter, Netzverfügbarkeit, Empfängereinstellungen).

§ 4 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese stets aktuell zu halten.

(2) Der Kunde ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten verantwortlich. Er haftet für alle Aktivitäten, die unter seinem Konto vorgenommen werden, sofern er die Nutzung durch Dritte nicht zu vertreten hat.

(3) Bewertungsanfragen und Einwilligung (wichtig):

Der Kunde trägt die volle rechtliche Verantwortung dafür, dass er vor dem Versand von Bewertungsanfragen über die Plattform die erforderliche Einwilligung oder sonstige Rechtsgrundlage von seinen Endkunden eingeholt hat. Der Anbieter stellt lediglich das technische Werkzeug bereit. Insbesondere bestätigt der Kunde:

  • dass er für den Versand per E-Mail entweder eine ausdrückliche vorherige Einwilligung (Opt-In) des Empfängers besitzt ODER alle vier Voraussetzungen der Bestandskundenausnahme nach § 7 Abs. 3 UWG erfüllt,
  • dass er für den Versand per SMS die ausdrückliche vorherige Einwilligung des Empfängers eingeholt hat (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG). Die Einwilligung ist in geeigneter Form zu dokumentieren und aufzubewahren,
  • dass er für den Versand per WhatsApp zusätzlich die Richtlinien der Meta Business Platform einhält, insbesondere die Pflicht zur ausdrücklichen Einwilligung des Empfängers vor dem Versand von Nachrichtenvorlagen außerhalb des 24-Stunden-Nachrichtenfensters,
  • dass er für den Versand über sonstige Nachrichtenkanäle (u. a. Telegram) die jeweils geltenden gesetzlichen und plattformspezifischen Anforderungen an die Einwilligung einhält,
  • dass die Endkunden, deren Daten über die Plattform verarbeitet werden, das 16. Lebensjahr vollendet haben oder eine entsprechende Einwilligung der Erziehungsberechtigten vorliegt (Art. 8 DSGVO).

(4) Der Kunde verpflichtet sich, die Plattform nicht für rechtswidrige Zwecke zu nutzen, insbesondere nicht für den Versand unerbetener Werbung (Spam) unter Verstoß gegen § 7 UWG, die gezielte Beeinflussung oder Fälschung von Bewertungen (§ 5 UWG), die Verarbeitung von Daten Minderjähriger ohne Rechtsgrundlage oder die Nutzung in einer Weise, die die Plattform oder Dritte schädigt.

(5) Der Kunde darf die Plattform nicht für Review Gating verwenden. Review Gating bezeichnet das selektive Weiterleiten von Kunden zu öffentlichen Bewertungsplattformen basierend auf der Zufriedenheit (z. B. nur zufriedene Kunden zur Google-Bewertung auffordern, unzufriedene Kunden auf ein internes Feedback-Formular umleiten). Alle Empfänger von Bewertungsanfragen müssen die gleiche Möglichkeit erhalten, eine öffentliche Bewertung abzugeben.

(6) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Nutzung der Plattform die jeweils geltenden Nutzungsbedingungen der Drittplattformen (u. a. Google, Meta/Facebook, Instagram, Trustpilot) einzuhalten, insbesondere hinsichtlich der Einholung von Bewertungen.

(7) Der Kunde ist für den Inhalt der von ihm über die Plattform versandten Nachrichten selbst verantwortlich.

(8) Der Kunde kann weiteren Personen Zugang zu seinem Konto gewähren (Teammitglieder). Der Kunde bestimmt die Zugriffsrechte der Teammitglieder (z. B. Administrator, Mitglied). Der Kunde ist für die Handlungen und Unterlassungen seiner Teammitglieder wie für eigene Handlungen verantwortlich.

(9) Bei Verstößen gegen diese Pflichten ist der Anbieter berechtigt, den Zugang des Kunden zur Plattform vorübergehend zu sperren oder den Vertrag außerordentlich zu kündigen.

§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen

(1) Die Nutzung des Dienstes ist im Rahmen eines kostenlosen Tarifs (Free Plan) ohne zeitliche Beschränkung möglich. Der Funktionsumfang des kostenlosen Tarifs ist begrenzt.

(2) Der Anbieter kann neuen Kunden eine kostenlose Testphase (Trial) mit erweitertem Funktionsumfang anbieten. Die Dauer der Testphase beträgt in der Regel 14 Tage und kann im Rahmen von Partneraktionen auf bis zu 30 Tage verlängert werden. Nach Ablauf der Testphase wird das Konto automatisch auf den kostenlosen Tarif zurückgestuft. Eine automatische Umwandlung in ein kostenpflichtiges Abonnement erfolgt nicht.

(3) Für kostenpflichtige Tarife gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auf der Website des Anbieters angegebenen Preise. Die angegebenen Preise sind Endpreise. Aufgrund der Kleinunternehmerregelung (§ 19 Abs. 1 UStG) wird derzeit keine Umsatzsteuer erhoben. Sollte der Anbieter künftig umsatzsteuerpflichtig werden, werden die Preise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer ausgewiesen; der Kunde wird hierüber rechtzeitig informiert.

(4) Die Abrechnung und Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Der Kunde erhält Rechnungen elektronisch per E-Mail oder über das Stripe-Kundenportal.

(5) Zahlungen werden monatlich oder jährlich im Voraus fällig. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugsregelungen (§ 288 Abs. 2 BGB: 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz).

(6) Für SMS-Nachrichten können je nach Tarif zusätzliche verbrauchsabhängige Kosten (Overages) anfallen. Der Kunde wird über die geltenden Verbrauchspreise auf der Website informiert.

(7) Bei Zahlungsverzug von mehr als 14 Tagen ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform bis zum Ausgleich der offenen Forderung zu sperren.

(8) Eine Aufrechnung durch den Kunden ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig.

§ 6 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Der kostenlose Tarif ist ohne Mindestlaufzeit und kann jederzeit durch Löschung des Kundenkontos beendet werden.

(2) Kostenpflichtige Tarife haben eine Mindestlaufzeit entsprechend dem gewählten Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich). Der Vertrag verlängert sich automatisch um den gleichen Zeitraum, wenn er nicht vor Ablauf der jeweiligen Laufzeit gekündigt wird.

(3) Die Kündigung ist jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode möglich. Bis zum Ende der bezahlten Laufzeit bleibt der volle Funktionsumfang erhalten. Bereits gezahlte Entgelte für die laufende Abrechnungsperiode werden nicht erstattet.

(4) Die Kündigung kann über das Stripe-Kundenportal oder in Textform (z. B. per E-Mail an info@sternflut.de) erklärt werden.

(5) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung mit der Zahlung von mindestens zwei Monatsbeiträgen in Verzug ist, der Kunde wiederholt oder schwerwiegend gegen die Pflichten aus § 4 verstößt oder über das Vermögen des Kunden ein Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung mangels Masse abgelehnt wird.

(6) Im Falle einer außerordentlichen Kündigung durch den Anbieter aus einem vom Kunden zu vertretenden wichtigen Grund hat der Kunde keinen Anspruch auf Erstattung bereits gezahlter Vergütung für die verbleibende Vertragslaufzeit. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist (§ 314 Abs. 4 i.V.m. §§ 280 ff. BGB).

(7) Bei Kündigung eines kostenpflichtigen Tarifs bleibt die Plattform bis zum Ende der bezahlten Laufzeit mit vollem Funktionsumfang nutzbar. Unabhängig vom gewählten Tarif (einschließlich des kostenlosen Tarifs) kann der Kunde vor der Kontolöschung eine Übergangsphase für die Migration zu einem anderen Anbieter anfordern; die Übergangsphase beträgt bis zu 30 Kalendertage (Verordnung (EU) 2023/2854, Art. 25).

(8) Der Kunde kann sein Konto jederzeit in den Einstellungen der Plattform löschen. Mit der Löschung des Kontos werden die Geschäftsdaten des Kunden unwiderruflich und sofort entfernt. Versandprotokolle werden gemäß den steuerrechtlichen Aufbewahrungsfristen (AO § 147) anonymisiert aufbewahrt. Der Kunde ist verpflichtet, seine Daten vor der Kontolöschung selbst zu sichern (siehe § 13).

§ 7 Gewährleistung

(1) Der Anbieter gewährleistet, dass die Plattform im Wesentlichen den in der Leistungsbeschreibung (§ 3) dargestellten Funktionsumfang aufweist.

(2) Mängel sind dem Anbieter unverzüglich nach Entdeckung in Textform mitzuteilen.

(3) Der Anbieter wird gemeldete Mängel innerhalb angemessener Frist beheben. Die Nacherfüllung kann nach Wahl des Anbieters durch Beseitigung des Mangels, Bereitstellung eines Updates oder durch eine Umgehungslösung (Workaround) erfolgen, sofern diese für den Kunden zumutbar ist.

(4) Mängelansprüche bestehen nicht, soweit der Mangel auf unsachgemäßer Nutzung, Störungen bei Drittanbieterdiensten oder Veränderungen der technischen Voraussetzungen beim Kunden beruht.

(5) Bei unerheblichen Mängeln sind Ansprüche auf Minderung oder außerordentliche Kündigung ausgeschlossen.

(6) Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beträgt ein Jahr ab Erkennbarkeit des Mangels. Dies gilt nicht für Schadensersatzansprüche gemäß § 8 Abs. 1.

§ 8 Haftungsbeschränkung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt:

  • für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,
  • für Schäden, die auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten beruhen,
  • für Schäden aus der Übernahme einer Garantie,
  • für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz,
  • bei arglistigem Verschweigen eines Mangels.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) ist die Haftung des Anbieters auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Die Haftung ist der Höhe nach begrenzt auf die Summe der vom Kunden in den 12 Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlten Vergütung.

(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen.

(4) Datenverlust: Die Haftung des Anbieters für den Verlust von Daten ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden (§ 13) eingetreten wäre.

(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen und -ausschlüsse gelten auch für die persönliche Haftung der gesetzlichen Vertreter, Angestellten und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

§ 9 Freistellung

(1) Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die gegen den Anbieter aufgrund einer rechtswidrigen Nutzung der Plattform durch den Kunden erhoben werden, insbesondere Ansprüche aus dem Versand von Bewertungsanfragen ohne die erforderliche Einwilligung (§ 7 UWG, Art. 6 DSGVO).

(2) Der Kunde übernimmt die Kosten der angemessenen Rechtsverteidigung des Anbieters einschließlich sämtlicher Gerichts- und Anwaltskosten in gesetzlicher Höhe.

(3) Die Freistellungspflicht gilt nicht, soweit der Kunde den Verstoß nicht zu vertreten hat oder der Anspruch auf einem Mangel der Plattform beruht, den der Anbieter zu vertreten hat.

§ 10 Datenschutz

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden gemäß der Datenschutzerklärung.

(2) Soweit der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, gilt der gesonderte Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO.

(3) Der Kunde ist datenschutzrechtlich Verantwortlicher (Art. 4 Nr. 7 DSGVO) für die Daten seiner Endkunden; der Anbieter ist Auftragsverarbeiter (Art. 4 Nr. 8 DSGVO).

(4) Der Anbieter trifft angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Kundendaten, einschließlich Verschlüsselung bei Speicherung und Übertragung, Zugangskontrollen und regelmäßiger Sicherheitsüberprüfungen, wie im Auftragsverarbeitungsvertrag (Abschnitt 8) im Detail beschrieben.

§ 11 Geistiges Eigentum und Nutzungsrechte

(1) Sämtliche Rechte an der Plattform verbleiben beim Anbieter.

(2) Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der Plattform im Rahmen des gewählten Tarifs.

(3) Der Kunde bleibt Eigentümer seiner über die Plattform verarbeiteten Geschäftsdaten. Der Anbieter erhält ein einfaches Nutzungsrecht an diesen Daten ausschließlich zum Zweck der Erbringung des Dienstes.

(4) Eingebettete Inhalte Dritter (Bewertungen von Google, Facebook, Trustpilot, Instagram) unterliegen den Nutzungsbedingungen der jeweiligen Drittplattform.

§ 12 Geheimhaltung

(1) Beide Vertragsparteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben, es sei denn, die Weitergabe ist zur Vertragserfüllung erforderlich oder gesetzlich vorgeschrieben.

(2) Als vertraulich gelten insbesondere Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse, Kundendaten, technische Informationen und Zugangsdaten. Öffentlich zugängliche Informationen sowie Bewertungsinhalte auf Drittplattformen gelten nicht als vertraulich.

(3) Die Geheimhaltungspflicht besteht über die Beendigung des Vertrags hinaus fort.

§ 13 Datensicherung und Datenportabilität

(1) Der Anbieter führt regelmäßige Datensicherungen der Plattform durch.

(2) Der Kunde kann seine Daten jederzeit über die Datenexport-Funktion in den Einstellungen der Plattform exportieren. Der Export erfolgt in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format (JSON). Es fallen keine gesonderten Gebühren für den Datenexport oder den Wechsel zu einem anderen Anbieter an (Verordnung (EU) 2023/2854, Art. 29).

(3) Exportierbare Datenkategorien: Geschäftsdaten, Bewertungsanfragen, Nutzungsstatistiken, Nachrichten, Opt-Outs, Nachrichtenvorlagen, Teammitglieder, Benachrichtigungen, QR-Analysen, Zahlungsvorgänge, Weiterleitungsregeln und Einwilligungsnachweise.

(4) Der Kunde ist verpflichtet, seine Daten eigenverantwortlich und regelmäßig zu sichern. Der Anbieter übernimmt keine Verantwortung für die Einhaltung der handels- und steuerrechtlichen Aufbewahrungspflichten des Kunden.

(5) Die Haftung des Anbieters für Datenverlust ist in § 8 Abs. 4 geregelt.

§ 14 Höhere Gewalt

(1) Keine Vertragspartei haftet für die Nichterfüllung oder verzögerte Erfüllung ihrer vertraglichen Pflichten, soweit die Nichterfüllung oder Verzögerung auf höherer Gewalt beruht.

(2) Als höhere Gewalt gelten insbesondere Naturkatastrophen, Krieg, Terrorismus, Pandemien, behördliche Anordnungen, Streik, Aussperrung, Ausfälle von Telekommunikationsnetzen oder Energieversorgung sowie Ausfälle oder wesentliche Leistungseinschränkungen von Drittanbieterdiensten (u. a. Google, Meta, Twilio, Stripe, Supabase, Resend).

(3) Dauert der Zustand höherer Gewalt länger als drei Monate an, ist jede Vertragspartei berechtigt, den Vertrag außerordentlich zu kündigen.

§ 15 Änderungen der AGB

(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit die Änderung unter Berücksichtigung der Interessen des Anbieters für den Kunden zumutbar ist. Änderungen der Kernleistungspflichten (§ 3 Abs. 1) und der Vergütung (§ 5) sind hiervon ausgenommen und bedürfen einer gesonderten Vereinbarung.

(2) Der Anbieter wird den Kunden über Änderungen mindestens sechs Wochen vor ihrem Inkrafttreten per E-Mail informieren. In der Änderungsmitteilung wird auf das Widerspruchsrecht und dessen Frist sowie die Rechtsfolgen eines unterlassenen Widerspruchs hingewiesen.

(3) Die Änderungen gelten als genehmigt, wenn der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Änderungsmitteilung in Textform widerspricht. Der Anbieter wird in der Änderungsmitteilung gesondert auf diese Rechtsfolge hinweisen.

(4) Widerspricht der Kunde den Änderungen, steht beiden Vertragsparteien ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des geplanten Inkrafttretens der Änderung zu. Bis zum Wirksamwerden der Kündigung gelten die bisherigen AGB fort.

§ 16 Schlussbestimmungen

(1) Auf das Vertragsverhältnis findet ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, der Gerichtsstand Greven.

(3) Der Anbieter ist weder bereit noch verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften (§ 306 Abs. 2 BGB).

(5) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Abbedingung dieses Textformerfordernisses.

(6) Der Anbieter ist berechtigt, Unterauftragnehmer zur Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten einzusetzen.

(7) Der Anbieter ist berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ganz oder teilweise auf einen Dritten zu übertragen. Der Anbieter wird den Kunden hierüber mit einer Frist von vier Wochen in Textform informieren. Der Kunde ist in diesem Fall berechtigt, den Vertrag innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Mitteilung außerordentlich zu kündigen.

(8) Der Anbieter ist berechtigt, anonymisierte und aggregierte Daten aus der Nutzung des Dienstes durch den Kunden (z. B. Nutzungsstatistiken, Funktionsadoption, Leistungskennzahlen) zur Verbesserung des Dienstes, zur Erstellung von Benchmarks und für eigene geschäftliche Zwecke zu verwenden. Diese Daten identifizieren weder den Kunden noch eine Einzelperson und gelten nicht als Kundendaten.

(9) Der Dienst ist kein Archivierungsdienst. Der Anbieter gewährleistet keine langfristige Aufbewahrung von Kundendaten über die in der Datenschutzerklärung genannten Aufbewahrungsfristen hinaus. Der Kunde ist für die eigenverantwortliche Datensicherung verantwortlich (siehe § 13).

(10) Der Kunde räumt dem Anbieter das Recht ein, den Firmennamen und das Logo des Kunden auf der Website des Anbieters, in Marketingmaterialien und in Kundenlisten zu verwenden, sofern der Kunde nicht schriftlich widerspricht. Der Kunde kann dieses Recht jederzeit in Textform widerrufen.

(11) Die Bestimmungen der §§ 8 (Haftung), 9 (Freistellung), 10 (Datenschutz), 12 (Geheimhaltung) und 16 (Schlussbestimmungen) gelten über die Beendigung des Vertrags hinaus fort.